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Fahrschule, Ausbildung, Prüfung

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Davey
16.10.2007, 20:06 Uhr

Fahrleher im Recht?

Hallo. Erstmal vielen Dank, ich bin hier schon eine Weile stiller Beobachter und konnte schon viele nützliche Tipps mitnehmen.
Jetzt habe ich mal eine Frage zu meiner Ausbildung:

Habe nun 9 Doppelstunden, die letzte davon war meine erste Überlandfahrt und naja, ich finde mich gar nicht soo schlecht.
Nur meinen Fahrlehrer kann ich nicht ausstehen. Anfangs dachte ich ich mache das wie meine Freunde (bzw. so wie die das behaupten) und brauche das Buch gar nicht anzuschauen.
Gut, mittlerweile hab ich es auf Raten meines Fahrlehrers doch gekauft und auch schon zwei mal komplett durchgelesen.
Ich finde schon dass es was gebracht hat, nur meinem Fahrlerer ist das wohl nicht genug..
jedes Fehlerchen das ich mache führt laut ihm darauf zurück, dass ich die betreffende Seite im Buch noch nicht gut genug kenne. Ich solle es noch drei, vier mal durchlesen.
Bringt das denn was? Laut euren Erfahrungen?
Ich weiß nicht, ich halte das nicht für sinnvoll, ganz einfach weil die meisten Fehler, die ich mache nicht aus Unwissenheit sondern aus Unachtsamkeit passieren.
Einmal zB hab ich in einer Einbahnstraße das Schild "Fahrbahn in beide Richtungen befahrbar" (mit den 2 Pfeilen) einfach übersehen und mich beim Links abbiegen links eingeordnet.
Das hat ihn beinahe für 15 Minuten beschäftigt, er hat einfach nicht verstanden dass ich das Schild schon kenne, nur eben nicht registriert habe.
Sowas scheint ihm zufolge unmöglich zu sein.
Sobald ich im Auto sitze vergesse ich einfach diese trockene Theorie in diesem Buch, ich finde dass ich durch Fehler viel besser lernen würde. Aber wenn sie passieren dann lässt er mich nicht mal nachfragen was ich falsch gemacht habe, weil ich das doch wissen müsste wenn ich das Buch schon 3 mal gelesen habe.

Ist das die generelle Philosophie der Fahrlehrer? Oder ist meiner da eine Ausnahme?

Noch was..wie "fehlerfrei" sollte man denn mit meinen Fahrstunden fahren können? Ist es normal, wenn man ab und zu noch das schauen vergisst oder mal beim Beschleunigen vergisst, in den Seitenspiegel zu gucken? Oder sollte ich mir Sorgen machen?

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Lambo-Benni
17.10.2007, 09:57 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Jeder FL hat seine eigene Methode seinen Schülern das Fahren zu lehren, soie jeder Schüler seine eigenen Erwartungen an den FL hat.

Ob man das Buch gar nicht (wüsste ehrlich gesagt auch nicht warum) komplett durchliest, oder tausendmal, hat mit dem Regelverständnis nur bedingt zu tun.

So eine Lehrweise eines FL würde mich aber auch zum Brodeln bringen, aber zum Glück kann man ja mit seinem Auftragnehmer reden.

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern vip3
17.10.2007, 19:01 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Ich habe mir das Buch garnicht erst gekauft, wozu auch, die Regeln werden in der Theorie erklärt und in den Fragebögen sind die richtigen Antworten auch mitgeliefert. Wenn ich dann doch mal eine Frage habe, kann ich immer noch im Internet nachschauen.
Achja, Theorie hatte ich dann auch mit 0 P bestanden.

In den Fahrstunden hab ich auch ab und zu mal ein Schild übersehen, mein FL ist dann mit mir nocheinmal zu der Stelle gefahren und nach ner Weile gewöhnt man sich dann auch dran, so wie dir gehts mit Sicherheit vielen.

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Davey
18.10.2007, 20:04 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Er ist in der nächsten Fahrstunde nochmal hingefahren, ich habe alles richtig gemacht. Ich werde mich wohl in 50 Jahren noch an das Schild erinnern glaube ich.

@vip3: Du hättest bei meinem Fahrlehrer schlechte Karten. Der hat sein schönes Büchlen in dem genau drinsteht wie viele Fahrstunden man sich duch das wie oftmalige Lesen des Buches spart. Daran gibt´s nichts zu rütteln.
Wenn man das hat, ist es quasi unmöglich etwas noch zu übersehen oder falsch zu machen <.<

Jedenfalls habe ich schon überlegt den Fahrlehrer zu wechseln..ich bräuchte einfach jemanden der mich motiviert. Wenn mir bei jedem Fehlerchen dermaßen ins Gewissen geredet wird, dann geht mein Selbstbewusstsein gegen Null und ich vergesse die einfachsten Verkehrsregeln.

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Lillie
19.10.2007, 09:29 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Davey, mir kommt Dein Fahrlehrer auch etwas merkwürdig vor. Aber manche Leute lernen so wirklich gut, vielleicht hat er bei anderen ja Erfolg.
Fahr doch mal alle "heiklen" Stellen mit dem Fahrrad ab und schau sie Dir genau an und überleg in Ruhe, was Du als Autofahrer dort tun musst - das hat mir zumindest sehr geholfen. Mein Autoführerscheinerwerb liegt schon 25 Jahre zurück, aber damals bin ich auch mit dem Fahrrad los und hab mir damals kompliziert vorkommende Kreuzungen angeschaut - vor drei Monaten hab ich meinen Motorradführerschein gemacht: da erinnerte ich mich an diese Strategie, nachdem ich Schussel in der Fahrausbildung mehrmals hintereinander ein 30er Schild übersehen hatte, da bin ich wieder mit dem Rad los (hätte natürlich auch das Auto nehmen können), aber mit dem Fahrrad kam mir geeigneter vor, bzw. sieht man mehr - kurz:
bis heute habe ich keines der Schilder und Fahrspuren etc. vergessen (und die vor 25 Jahren weiß ich auch noch ganz genau, wie sie damals mal aussahen)...

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Davey
30.10.2007, 10:22 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Ok, danke für die Tipps. Mittlerweile komme ich ganz gut mit ihm klar, heute hab ich meine erste Autobahnfahrt..also werden ihm meine Fähigkeiten wohl schon ausreichen!

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Efreet
30.10.2007, 11:59 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Ich denke vor allem dass am Anfang einer Fahrkarriere hauptsächliche die Erfahrungen einer bzw. mehrer Strecken der Umgebung eine Rolle spielen.
Viele Strecken werden so oft gefahren, dass man sie schon aus dem FF kennt und die Verkehrsbereiche mehr oder weniger auswendig kennt.

Ich weiss noch als ich das erste mal eine mir unbekannte Strecke gefahren bin. Der Stresspegel steigt und die Anstrengungen durch das Konzentrieren können einen ganz schön schlauchen.

Ob hier nun ein Buch etwas bewirkt ist zweifelhaft. Die Verkehrszeichen zu kennen und richtig in einer solchen Situtation zu reagieren sind für mich zwei völlig verschiedene Dinge.
Genau wie bei einem Automechaniker (als Beispiel)
Man kann theoretisch alles können und Gedanklich durchspielen wer aber keine Praktische Erfahrung besitzt kann mit diesem Wissen auch nicht gleich ein Auto reparieren.

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern corsa-ultrablau
30.10.2007, 12:20 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

Ich glaube, ich bin der lebende Beweis, dass Dein Fahrlehrer nicht recht hat:
Ich kannte während meiner Fahrschulzeit sämtliche Seiten meines Buches auswendig und habe desöfteren meinen Fahrlehrer überrascht, weil es eigentlich keine einzige Frage gab, die ich nicht hätte beantworten können.
Aber ich benötigte 26 Doppelstunden. (Obwohl ich eingestehen muss, dass mir das Autofahren (die Fahrzeugbeherrschung) mehr Schwierigkeiten bereitete als die Verkehrsschilder - lag wohl am Alter...)

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Davey
30.10.2007, 18:25 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

@Efreet: Ja, das denke ich auch. Morgen habe ich meine beiden letzten Autobahnstunden und ich werde zum ersten Mal nach München fahren. Zwar eine vergleichsweise kleine Großstadt, aber wenn ich sie mal mit meinem Prüfungsbezirk vergleiche bin ich schon etwas nervös   
Aber die Doppelstunde krieg ich auch noch rum.
Dann fehlen ja nur noch die drei Nachtfahrten.

@corsa: Ja, ich bin auch der Meinung dass "Buch lesen" nicht umgekehrt proportional zu den Fahrstunden ist. Aber er hat das die letzten 60 Jahre so gelehrt und ich werde daran bestimmt nichts ändern können, damit hab ich mich abgefunden   

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern Lambo-Benni
31.10.2007, 09:24 Uhr

zu: Fahrleher im Recht?

München eine vergleichsweise kleine Großstadt? Womit vergleichst Du München? Es handelt sich hierbei imerhin um eine Millionen-Stadt - davon haben wir in Deutschland nicht viele (mir fallen spontan nur drei ein)... Als Großstadt gilt im Übrigen jede Stadt am 100.000 Einwohner.

Egal, ich wünsche Dir viel Spaß.

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