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Fahrschule, Ausbildung, Prüfung

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern melle151
07.04.2011, 18:54 Uhr

Führerschein mit MS

Hallo erstmal,hab mich eben erst angemeldet.Ich bin gerade ziekmlich frustriert,weil ich heute zum zweiten Mal durch die praktische Prüfung gerasselt bin.
Ich bin 30 und im letzten Jahr wurde bei mir Multiple Sklerose festgestellt.
Da mein Weg zur Arbeit sehr lang ist und für mich mit öVm nur schwer zu bewältigen,hat mir die ARGE eine Förderung zur Erlangung der Fahrerlaubnis genehmigt.
Dem Fahrlehrer habe ich das auch erzählt.ER machte mir anfangs große VErsprechen,von wegen 4-6 Wochen Ausbildungsdauer.In den Fahrstunden wechselte dann seine Meinung täglich von "große Fortschritte",bis "kaum einen Lernfortschritt".Schon in der zweiten Woche eröffnete er mir aber wiederum,er habe mich für die Prüfung in zweieinhalb Wochen vorgesehen.
Von da an bin ich jeden Morgen gefahren,manchmal 4 Stunden und weiterhin wechselte er immer wieder seine Meinung.Einen Tag vor dem ersten vorgesehenen Termin,war er sich dann doch sicher,ich würde das niemals schaffen und verschob diesen.Zwei Wochen später und nach nunmehr 39 Fahrstunden bin ich dann durchgefallen.Eigentlich ist mir keine grober Fehler unterlaufen,aber die gesamte Verkehrsbeobachtung sei noch nicht umfassend genug.Der Fahrlehrer unterstützte die Meinung des Prüfers und nannte selbst noch einige Beispiele aus der Fahrt.
Bis heute hatte ich dann weitere 14 Fahrstunden,in denen mich der FL verrückt gemacht hat und Sprüche abgelassen,wie daß er keine Lust mehr habe,manches immer wieder sagen zu müßen oder immer diese Frage,WArum?"Warum reagierst du so langsam?Dabei hatte ich ihm einige Dinge erklärt,die mit der MS zu tun haben.Ich fand das immer so peinlich,wenn er immer wieder gefragt hat,warum.Ich komm mir schon richtig dumm vor!
Heute war ich viel nervöser,als vor der ersten Prüfung und außerdem der festen Überzeugung,ich falle durch.Ich konnte nicht rückwärts einparken,in der ersten Prüfung ging das noch super,und da war die Fahrt bebendet.
WEnn ich jetzt daran denke,daß ich weiter mit dem Typen fahren muß,kommt mir das Grauen!
Und peinlich ist es auch,weil die ARGE eigentlich 30 Stunden genehmigt hatte und man meinte dort,da´ß sei schon die großzügige Berechnung für Behinderte!

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08.04.2011, 19:38 Uhr

zu: Führerschein mit MS

Hm, traurige Geschichte ...
Und nicht einfach. Zum einen sind geistige Anstrengungen für einen MS-Patienten tatsächlich weit ermüdender, als für einen Nichtbetroffenen.
Dann die (stets unterschwellige) Angst, jederzeit von einem neuen Schub heimgesucht werden zu können, der einem die körperliche und auch körperlichen Fähigkeiten noch weiter reduzieren. :o(

Sicher ist dir bekannt, dass Schübe "gern" als Folge von Stress eintreten, nicht war?
Versuche den zu reduzieren.
Mögliche Maßnahmen sind zB, nicht soooo viele Stunden am Stück zu nehmen und (wenn nötig) den FL zu wechseln, der sich mittlerweile ja wohl auch zu einem Stressfaktor entwickelte.

Ich kenne einige MS-Betroffene, die erst lernen mussten (kurze) Pausen zu machen. Und zwar deutlich bevor ihnen die ersten Symptome dazu auffielen. Aufmerksame Beobachter sie aber schon längst bemerkten.
Dir alles Gute.

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08.04.2011, 19:49 Uhr

zu: Führerschein mit MS

Ha .... Vielleicht brauche ich auch eine Pause?!? :o)

Es sollte natürlich heißen:
Dann die (stets unterschwellige) Angst, jederzeit von einem neuen Schub heimgesucht werden zu können, der einem die körperlichen und auch kognitiven Fähigkeiten weiter reduziert.
;o)

Ich erkrankte übrigens vor fast 2 Jahren an einer Myelitis transversa, die einer MS sehr ähnlich ist. Nur seeeehr viel seltener. Entsprechend war ich zur Reha in einer Fachklinik mit Schwerpunkt MS. Und dort musste ich hart darum kämpfen, den Führerschein der Klasse A zu behalten.
Aber ich habe es geschafft - und freue mich riesig darüber!

Die Diskussion –ab diesem Beitrag– als Lesezeichen/Favoriten speichern melle151
08.04.2011, 23:27 Uhr

zu: Führerschein mit MS

Hallo Peg,jaja,die Sache mit dem Stress...Ich bin Altenpflegerin und von mir selbst bisher immer den Höchsteinsatz gewohnt.Es fällt mir sehr schwer,zu akzeptieren,daß das nicht mehr geht.
Danke für deinen guten Rat!

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